Bibel feministisch gelesen
Online-Bibelwerkstatt
Aus feministischer Perspektive lesen sich viele biblische Texte anders. An jedem Abend steht eine Bibelstelle im Zentrum. Ausgehend von einer kurzen Einführung in das jeweilige biblische Buch und kurzen Impulsen werden die biblischen Texte gemeinsam gelesen und diskutiert. Erkenntnisse aus feministischer Theologie, Sozialgeschichte und jüdisch-feministischer Auslegung werden hinzugezogen. Interreligiöse, transkulturelle und ökologische Perspektiven weiten den Blick. In diesem Halbjahr stehen die Apostelgeschichte und die paulinischen Briefe im Fokus.
mittwochs, 19 – 20.30 Uhr
Hoffnung – dem gegenwärtigen Leiden zum Trotz – ist das zentrale Thema dieses Abschnitts aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom. Der Apostel beschreibt das Leiden als Geburtswehen der gesamten Schöpfung. Durch den Widerstand gegen die Versklavung der Schöpfung entsteht für ihn die Kraft, auf die noch unsichtbare gute Zukunft zu warten. Seine Worte regen dazu an, sich über Quellen der Hoffnung, Widerstand und Erfahrungen der Verbundenheit mit der Schöpfung heute auszutauschen.
18. März: Der Kampf der Frauen um das Wort (Erster Brief an die Gemeinde in Korinth14,26–40)
8. April: Abgelenkt wie Eva? (Zweiter Brief an die Gemeinde in Korinth 11,1–4)
6. Mai: „nicht männlich und weiblich“ (Brief an die Gemeinden in Galatien 3,26–28)
10. Juni: Comeback von Hierarchien (Brief an die Gemeinde in Ephesus 5,21–6,9)
1. Juli: Viele Grüße (Brief an die Gemeinde in Philippi (4,1–9)
Weitere Termine: 2.9., 7.10., 4.11. und 2.12.
Team: Astrid Faehling, Julia Jünemann, Dr. Michaela Will
Veranstalterin: Ev. Frauenwerk Ostholstein
Unterstützt von: Ev. Bildungswerk Kirchenkreis Plön-Segeberg – Frauen, Nachhaltigkeit & Engagement und Ev.-Luth. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein
Ort: Online-Videokonferenz
Anmeldung: ev.frauenwerk@kk-oh.de, Tel. 04521 8005-211
Vergangene Veranstaltungen
14. Januar: Pfingsten für alle (Apostelgeschichte 1,1–14; 2,1–13)
4. Februar: Die Erwartung der Schöpfung (Brief an die Gemeinde in Rom 8,18–28)
Feministische Perspektiven auf den Krieg in der Ukraine
Feministischer Salon
„Zusammenhänge zwischen Krieg und Gewalt zu analysieren und zu problematisieren, gehört zu den Kernanliegen feministischer Theorie und Praxis“ (Katharina Liebsch und Uta Ruppert, Feministische Studien 2022/2). In diesem Halbjahr startet der Salon mit einer kritischen Betrachtung der neuen EKD-Denkschrift. Die folgenden Abende widmen sich einigen Texten aus den Feministischen Studien zum Krieg in der Ukraine und einer feministisch-theologischen Perspektive.
An den Abenden werden nach einer kurzen Einführung Textausschnitte gemeinsam gelesen und diskutiert. Jede Frau* ist willkommen.
* Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen
Salonabende, dienstags, 19.15 – 21 Uhr
17. Februar: Brot und Baumwolle – Krieg in einer entwickelten Welt (Rhadwa Khaled)
24. März: Feministische Kritik der Militarisierung der EU (Hanna L. Mühlenhoff und Marijn Hoijtink)
21. April: Plädoyer für eine weite friedenspolitische Perspektive (Eva Senghaas-Knobloch)
19. Mai: Abolitionistische Perspektiven in einer zunehmend multipolaren Weltordnung (Vanessa Thompson)
16. Juni: Friedensspuren im Ezechielbuch (Ruth Poser)
7. Juli: Sommersalon vor Ort
Team: Dr. Michaela Will und Salonnieren
Ort: Online-Videokonferenz, 7. Juli vor Ort
Anmeldung frauenwerk@kirchenkreis-hhsh.de, Tel. 040 558220-217
Vergangene Salons:
20. Januar: „Welt in Unordnung – gerechter Friede im Blick“ (EKD-Denkschrift)
Reformjudentum in Hamburg
Vortrag und Gespräch mit Rabbinerin Alina Treiger
Der Israelitische Tempelverband zu Hamburg wurde 1817 gegründet und war die erste liberale jüdische Gemeinde der Welt. Damit liegt der Ursprung des progressiven Judentums als weltweit größter Richtung innerhalb des Judentums in Hamburg. 1938 wurde der Gemeinde der Körperschaftsstatus widerrechtlich entzogen. Die Synagogen wurden geschändet und enteignet. Viele ihrer Mitglieder sind in der Schoah umgekommen. Einige konnten fliehen. Seit 2004 setzt die Gemeinde ihre Arbeit fort und engagiert sich insbesondere für den Erhalt des baulichen und kulturellen Erbes des Reformjudentums in Hamburg. Seit 2024 amtiert Alina Treiger als Landesrabbinerin des Israelitischen Tempelverbands. Sie ist die erste nach der Schoah in Deutschland ordinierte Rabbinerin.
Offen für alle Geschlechter
Mittwoch, 25. Februar, 18.30–20.30 Uhr, Einlass ab 18 Uhr
Referent*in: Rabbinerin Alina Treiger, Israelitischer Tempelverband zu Hamburg
Ort: Steven Frank Gemeinde-Haus Synagoge, Flora-Neumann-Straße 1, Karolinenviertel²
Leitung: Rossana Ridoutt, Dr. Michaela Will
Veranstalter*in: Ev.-Luth. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein
Unterstützt von: Israelitischer Tempelverband zu Hamburg
Anmeldung bis 8. Februar unter: frauenwerk@kirchenkreis-hhsh.de, Tel. 040 558220 217
Raus zum 8. März
Feministischer Kampftag
Steigende Ungleichheiten, monetäre Not, prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse, rechte Ideologien, Rassismus und Gewalt – Geschlechtergerechtigkeit sieht anders aus.
Seit mehr als einem Jahrhundert gehen FLINTA*¹ an diesem Tag auf die Straße, um Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung und Abwertung anzuprangern.
Gemeinsam mit vielen anderen schließen auch wir uns der Demo an: Kämpfe verbinden und solidarisch miteinander demonstrieren.
Genauere Infos zur Demonstration und zu weiteren Veranstaltungen rund um den 8. März werden demnächst auf dieser Seite und über das 8. März Streikbündnis Hamburg bekanntgegeben.
¹ Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen.
G*tt, Menschen und Welt – queer gedacht
Online-Vortragsreihe
Queere Theologien öffnen neue Horizonte, indem sie vermeintliche Normalitäten in Frage stellen – Gott, Welt und Menschen queerdenken. Ursprünglich ein Schimpfwort, wurde das englische Wort queer zur Selbstbezeichnung für LGBTQIA+. Queere Theologien reflektieren deren Erfahrungen. Diskriminierende Denksysteme in Theologie und Gesellschaft werden aufgedeckt. Patriarchale Machtstrukturen werden dekonstruiert. Dabei entstehen neue Zugänge zu Bibel und Glauben für alle.
Offen für alle Geschlechter.
jeweils 19 – 20.30 Uhr
Dienstag, 17. März:
Seelsorge als Queeres Empowerment
Referent*in: Pfarrperson Tash Hilterscheid, Nordkirche
Dienstag, 28. April:
Jesus Christus queer gedacht
Referent*in: Sonja Thomaier, Universität Hildesheim
Mittwoch, 20. Mai:
"Womanist: A woman who loves other women. Schwarzer Feminismus ist queer – aber in Theologie?“
Referent*in: Sarah Ntondele, Universität Hamburg
Leitung: Astrid Faehling, Julia Jünemann, Chantal Schierbecker, Kelly Thomsen, Dr. Michaela Will
Veranstalterin: Ev.-Luth. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein
Unterstützt von: Ev. Bildungswerk Kirchenkreis Plön-Segeberg – Frauen, Nachhaltigkeit & Engagement, Fachbereich Frauen des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Altholstein und Frauenwerk Ostholstein
Gefördert von: Beauftragte für Geschlechtergerechtigkeit der Nordkirche
Ort: Online-Videokonferenz
Anmeldung: frauenwerk@kirchenkreis-hhsh.de; 040 558 220 217
Blühende Dächer
Workshop zu Dachbegrünung
Aus grauen Flächen werden lebendige Oasen. In diesem Hands-on-Workshop wird Wissen rund um die nachhaltige Begrünung von Dächern praxisnah vermittelt. Dies ist ein wirksamer Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz und städtischer Lebensqualität. Begrünte Dächer bieten Lebensräume für Insekten, Vögel und Wildpflanzen, verbessern das Mikroklima und tragen zur Speicherung und Reinigung von Regenwasser bei. Zudem wirken sie wärme- und schalldämmend, reduzieren die Hitzebelastung in Städten und verlängern die Lebensdauer der Dachabdichtung.
Im Workshop wird die Dachfläche des abgebildeten Fahrradunterstands gemeinsam begrünt. Dabei werden verschiedene Begrünungsarten vorgestellt, geeignete Pflanzenarten erläutert und praktische Hinweise zu Aufbau, Pflege und Wartung gegeben. Auch durch kleine Grünflächen entstehen über den Dächern der Stadt neue, blühende Lebensräume, die Natur und Architektur in Einklang bringen.
Offen für alle Geschlechter.
Samstag, 28. März, 15 – 17 Uhr
Team: Pia Matta und Milo Tobias, Klimawerkstatt, Dr. Michaela Will, Frauenwerk
Veranstalter*in: Ev.-Luth Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein
Unterstützt von: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schnelsen
Ort: Adventskirche, Kriegerdankweg 9c, Schnelsen
Anmeldung bis 15. März https://kurzlinks.de/daecher
Bin ich rassistisch? Reden über Glauben & Rassismus
Ein Angebot für Kirchengemeinden
Rassismus wirkt an allen Orten, in allen Köpfen und Strukturen – auch in der Kirche. Er benachteiligt, entwürdigt und wertet Menschen ab. Biblische Texte, Menschen, Sprache und Handlungen transportieren rassistische Bilder.
Wer nicht rassistisch sein möchte, muss sich mit Rassismus, seiner Form und Wirkweise auseinandersetzen, aktiv werden und in den Austausch kommen.
Wir bieten Workshop-Angebote für
- Frauen*gruppen
- Jugendgruppen
- Konfirmand*innengruppen
- Senior*innengruppen
- Kirchengemeinderäte
- Mitarbeitende
- Haupt- und Ehrenamtliche
Modul 1: Einstiegs-Workshop à 2 Stunden
Modul 2: 1-2 Tage Intensiv-Workshop
Modul 3: Gemeinsame Gestaltung eines Themengottesdienstes
Die Module sind einzeln buchbar.
Verantwortliche: Joy Hoppe, Ökumenische Arbeitsstelle Weitblick, Kelly Thomsen
Kontakt: Kelly.Thomsen@kirchenkreis-hhsh.de
Kontakt
Ev.-Luth. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein
Max-Zelck-Straße 1
22459
Hamburg